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10
Nov

St. Martin

Veröffentlicht von am in Hilgen
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Uralte Bräuche zum Martinstag

Der heilige Martin; Sohn eines römischen Offiziers, wird um 316/317 in Sabaria, der Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien ( heute Ungarn) geboren. Mit 15 Jahren tritt er der römischen Armee ein, wo er sich während seiner Dienstzeit auf die christliche Taufe vorbereitet. Um 334. wird er in Amiens (Frankreich) stationiert. Eines Wintertages begegnet der noch nicht getaufte Martin am Stadttor einem Bettler, mit dem er seinen Mantel teilt. Im Traum erscheint dem Soldaten Christus, der diese Liebestat so deutet, als sei sie ihm selbst geschehen. Der Katechumene Martin hat schon wie ein Christ gehandelt. „Was du dem Geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan“, sagt Christus. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst begibt sich Martin um 360 als Schüler des dortigen Bischofs Hilarius nach Poitiers, um dort die Priesterweihe zu erhalten. Nach zehnjährigem Klosteraufenthalt wird er im Jahre 371 zum Bischof von Tours geweiht. Am 8. November 397 stirbt Martin; drei Tage später wird er in seiner Bischofsstadt beigesetzt.

Die ältesten Nachrichten über festliche Aktivitäten am Martinstag reichen in das frühe Mittelalter zurück und berichten vom Feiern und Fasten zum Abschluss der Weinernte und dem Beginn der Adventszeit.

Die Feiern am  11. November zeichneten sich auch durch reichliches Essen aus. Das Martinischlachten zur Fleischversorgung und -konservierung für die Winterzeit war über Jahrhunderte feste Tradition. (Martinsgans)

Vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert gehörte zum Martinsbrauch das Gabenheischen der Jugendlichen.

Die ältesten Nachrichten über Martinsfeuer liegen aus dem 15. Jahrhundert vor.

Diese Traditionen wurden in den einzelnen Regionen des Rheinlandes unterschiedlich gehandhabt.

Das wilde Treiben am Martinsfeuer und die ungeordneten Heischegänge mögen den beteiligten Jugendlichen viel Spaß gemacht haben. Doch Betteln, Prügeln und unkontrolliertes Hantieren mit Feuer passte nicht in die ästhetische und pädagogische Vorstellungswelt der bürgerlichen Gesellschaft. Deshalb begannen die Erwachsenen, das Martinsfest in den 1890er Jahren zu reglementieren, wo man das Durcheinander der Kürbis-Laternen in wohlgeordnete Züge überführte.

Heute ziehen von Musikgruppen begleitete Martinszüge, gesichert durch die Freiwillige Feuerwehr und Hilfsdienste, durch die dämmrigen Straßen vieler Orte.

Das Martinsfeuer, früher beherrschendes Brauchelement, ist nun in den Martinsumzug eingebunden und hat mit der Darstellung der Mantelteilung durch den auf einem Pferd mitziehenden St. Martin seinen festen Platz in der uralten Tradition des Martinsfestes gefunden.*

Im ländlichen Raum gehen die Kinder der einzelnen Hofschaften mit ihren, meist selbstgebastelten Laternen am 10. November, dem Vorabend von St. Martin, von Haus zu Haus. Martinslieder, oft in Mundart, werden gesungen und dabei wird um eine Gabe gebeten.

Neben Süßigkeiten und Obst, gehört der Weckmann oder Stutenkerl zum traditionellen „Mä’etesdach“.

* Auszüge aus: Rheinische Bräuche durch das Jahr, von Alois Döring

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